Der Online-Kurs vermittelt die Fachkunde, die Sie als befähigte Person für die jährliche UVV-Prüfung von Flurförderzeugen brauchen. Sie lernen die Prüfkriterien nach DGUV Vorschrift 68 und FEM 4.004 für Fahrwerk, Hubwerk, Gabeln, Fahrerschutz und Elektrik und legen eine Online-Prüfung mit 20 Fragen ab. Der Kurs kostet 525 €, bezahlt wird per Rechnung. Voraussetzung sind eine technische Ausbildung, Erfahrung mit Staplern und eine aktuelle Tätigkeit in diesem Bereich.
Für wen ist der Kurs?
Überall, wo Stapler und Hubwagen fahren, ist die jährliche UVV-Prüfung Pflicht. Der Kurs spricht vor allem drei Gruppen an:
Betriebe mit Staplerflotte
Logistik, Produktion, Handel und Landwirtschaft: Sie wollen die UVV-Prüfung Ihrer Stapler und Hubwagen im eigenen Takt erledigen.
Werkstatt und Instandhaltung
Sie warten die Fahrzeuge ohnehin, wechseln Reifen und Ketten und sollen künftig auch die jährliche UVV-Prüfung übernehmen.
Servicetechniker und Selbstständige
Sie bieten Stapler-Service an oder wollen als UVV-Prüfer für Flurförderzeuge tätig werden.
Wichtig: Der Kurs richtet sich nicht an Staplerfahrer ohne technische Ausbildung. Der Staplerschein berechtigt zum Fahren, die Prüfung verlangt technisches Verständnis für Hydraulik, Hubgerüst, Bremsen und Elektrik, das der Kurs voraussetzt und um das Prüfwissen ergänzt. Ob Sie den Kurs aus eigenem Antrieb belegen oder im Auftrag Ihres Arbeitgebers: Inhalte, Prüfung und Zertifikat sind dieselben. Entscheidend für die spätere Prüftätigkeit ist nicht, wer den Kurs bezahlt, sondern dass Ihre Ausbildung und Erfahrung zur Prüfaufgabe passen.
Was Sie nach dem Kurs können
Nach dem Kurs können Sie Flurförderzeuge nach einer festen Systematik prüfen und die Prüfung rechtssicher abschließen. Im Einzelnen:
- Sie kennen die Prüfpflichten nach DGUV Vorschrift 68, die Richtlinie FEM 4.004 und die Anforderungen der TRBS 1203.
- Sie prüfen Fahrwerk und Antrieb mit Lenkung, Bremsen, Rädern und Fahrgestell.
- Sie beurteilen Hubwerk, Hydraulikanlage, Hubgerüst und Lastaufnahmemittel wie Gabeln und Anbaugeräte.
- Sie prüfen Fahrerschutz, elektrische Ausrüstung, Bedienelemente, Beleuchtung und die Kennzeichnung mit Traglastdiagramm.
- Sie dokumentieren die Prüfung und vergeben die Prüfplakette erst, wenn alle Mängel beseitigt sind.
Das Wissen ist so aufbereitet, dass Sie es direkt bei Ihrer ersten eigenen UVV-Prüfung anwenden können. Was die jährliche Prüfung von Staplern und Hubwagen im Betrieb insgesamt umfasst, erklärt unser Ratgeber zur UVV-Prüfung von Staplern nach DGUV Vorschrift 68.
Kursinhalte im Detail
Der Kurs orientiert sich an der DGUV Vorschrift 68 und an der FEM 4.004, der Richtlinie der Hersteller für die wiederkehrende Prüfung von Flurförderzeugen. Diese Baugruppen werden behandelt:
| Themenblock | Inhalte |
|---|---|
| Fahrwerk und Antrieb | Lenkung, Bremsen, Räder, Fahrgestell, Schalter |
| Hubwerk | Hydraulikanlage, Hubgerüst, Huborgane wie Ketten und Rollen |
| Lastaufnahmemittel | Gabeln und Anbaugeräte |
| Fahrerschutz | Fahrerstandschutz, Schutzdach, Lastschutzgitter |
| Elektrik und Hydraulik | elektrische Ausrüstung und Hydrauliksystem |
| Rahmen und Sicherheit | Fahrzeugrahmen und Sicherheitsausrüstung |
| Bedienung | Fahrersitz, Bedienelemente, Beleuchtungsanlage |
| Kennzeichnung | Fabrikschild, Traglastdiagramm, Beschilderung |
| Sonderbauarten | Flurförderzeuge mit hebbarem Fahrerplatz sowie Anbauteile |
Die Baugruppen entsprechen der Gliederung, nach der Flurförderzeuge in der Praxis geprüft werden: vom Fahrwerk über das Hubwerk bis zur Kennzeichnung. Besonders wichtig sind Hubketten, Gabelzinken und Hydraulik, denn hier entstehen die meisten sicherheitsrelevanten Mängel. Auch Kommissionierer und andere Geräte mit hebbarem Fahrerplatz sind abgedeckt.
Die Regelwerke, die im Kurs vorkommen, begleiten Sie später bei jeder Prüfung: Auf sie beziehen Sie sich im Prüfprotokoll, und nach ihnen fragt die Berufsgenossenschaft, wenn sie die Prüfung von Flurförderzeugen im Betrieb kontrolliert. Deshalb lohnt es sich, die Texte nicht nur für die Abschlussprüfung zu lesen, sondern als Nachschlagewerk zu nutzen.
Lernmaterial und Ablauf
Sie lernen mit einer themenbezogenen PowerPoint-Präsentation und den zugehörigen Regelwerkstexten der DGUV. Die Lernzeit liegt bei etwa drei Stunden. Der Zugang bleibt 52 Wochen bestehen, sodass Sie vor Ihrer ersten eigenen UVV-Prüfung noch einmal nachschlagen können, etwa zu Verschleißgrenzen von Ketten und Gabeln.
Die Abschlussprüfung
Zum Abschluss legen Sie eine theoretische Online-Prüfung ab: 20 Fragen in 20 Minuten. Nach bestandener Prüfung erhalten Sie Ihr Zertifikat. Bei Fragen zum Stoff helfen wir Ihnen während der Geschäftszeiten per E-Mail oder Telefon weiter.
Voraussetzungen: Passt der Kurs zu mir?
Wichtig vorab: Der Kurs ersetzt keine technische Ausbildung. Nach § 2 Abs. 6 BetrSichV und TRBS 1203 prüft Flurförderzeuge nur, wer Ausbildung, Erfahrung und eine aktuelle Tätigkeit mitbringt. Der Kurs ergänzt das um das nötige Prüfwissen. Passt das zu Ihnen?
- Berufsausbildung: Haben Sie eine abgeschlossene technische Ausbildung, etwa als Kfz-Mechatroniker, Land- und Baumaschinenmechatroniker, Industriemechaniker oder Elektroniker?
- Berufserfahrung: Haben Sie praktische Erfahrung mit Staplern und Hubwagen, ihrer Mechanik, Hydraulik und Elektrik?
- Zeitnahe Tätigkeit: Arbeiten Sie aktuell in Werkstatt, Instandhaltung oder Service für Flurförderzeuge?
Wenn Sie alle drei Fragen mit Ja beantworten, passt der Kurs. Nach dem Kurs beauftragt Ihr Arbeitgeber Sie schriftlich als befähigte Person für die Prüfung von Flurförderzeugen. Die Prüfung von Ladegeräten nach DGUV Vorschrift 3 gehört nicht dazu, sie bleibt Aufgabe einer Elektrofachkraft. Wenn Sie unsicher sind, lesen Sie vorher unseren Beitrag zu den Voraussetzungen für befähigte Personen. Einen Überblick über alle acht Prüfbereiche gibt unsere Seite Was ist eine befähigte Person?
Befähigte Person Stapler: Preis und Leistungen
Der Kurs kostet einmalig 525 €. Weitere Kosten für Lernmaterial oder Prüfung fallen nicht an. Der Preis gilt pro Teilnehmer. Sollen mehrere Mitarbeiter qualifiziert werden, meldet sich jeder mit eigenem Konto an, damit jedes Zertifikat auf den richtigen Namen ausgestellt wird. Im Preis enthalten ist:
- Online-Kurs, ca. 3 Stunden
- 52 Wochen Zugang zu allen Unterlagen
- Online-Abschlussprüfung + Zertifikat
- Bezahlung per Rechnung
Zum Vergleich: Prüfdienste berechnen für die UVV-Prüfung meist 60 bis 150 € pro Stapler, Hubwagen ab etwa 12 €. Bei einer Flotte von fünf oder mehr Fahrzeugen ist der Kurspreis schon im ersten Jahr wieder drin. Ein Abo gibt es nicht: Sie zahlen einmal und behalten den Zugang 52 Wochen lang. Die Bezahlung per Rechnung macht es zudem einfach, die Kosten über den Betrieb abzurechnen.
So läuft die Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt direkt auf unserer Lernplattform. Der Button auf dieser Seite führt Sie ohne Umweg zum Anmeldeformular für genau diesen Kurs, sodass Sie nicht erst im Kursangebot suchen müssen.
- Registrieren und Kurs anfragen: Sie legen im Formular ein Konto an. Geben Sie Geburtsdatum und Geburtsort genau an, denn diese Angaben erscheinen unverändert auf Ihrem Zertifikat.
- Rechnung: Sie bezahlen bequem per Rechnung. Die Rechnungsadresse geben Sie bei der Registrierung an.
- Lernen: Sie arbeiten die Unterlagen im eigenen Tempo durch, die Lernzeit liegt bei etwa drei Stunden.
- Prüfung: Sie legen die Online-Prüfung mit 20 Fragen ab, sobald Sie sich sicher fühlen.
- Zertifikat: Nach bestandener Prüfung erhalten Sie Ihr Zertifikat. Danach folgt die schriftliche Beauftragung durch Ihren Arbeitgeber, eine Vorlage finden Sie unter Beauftragung der befähigten Person.
Tipp: Legen Sie sich für die erste eigene Prüfung eine Fahrzeugliste mit Baujahr, Typ und letztem Prüfdatum an. So haben Sie alle Fristen im Blick.
Lohnt sich der Kurs für Ihren Betrieb?
Ab einer kleinen Flotte fast immer. Ein Logistikbetrieb mit 6 Elektro-Staplern und 10 Handhubwagen zahlt bei rund 100 € pro Stapler und 15 € pro Hubwagen etwa 750 € pro Jahr für die UVV-Prüfung. Der Kurs kostet einmalig 525 €. Ehrlich gesagt: Wer nur einen einzelnen Stapler hat, fährt mit dem Händlerservice oft günstiger, zumal dieser die Prüfung meist mit der Wartung verbindet.
Und nicht zuletzt bleibt das Wissen im Betrieb: Die eigene befähigte Person kennt die Arbeitsmittel und ihre Geschichte, erkennt Veränderungen von Jahr zu Jahr und kann Mängel direkt mit den Kollegen besprechen, die täglich damit arbeiten.
Externer Prüfdienst
- pro Stapler und Jahr
- Hubwagen ab ca. 12 €
- jedes Jahr erneut
- Stillstand bis zum Termin
Eigene befähigte Person
- alle Stapler und Hubwagen
- Prüfung im eigenen Takt
- sofort nach Unfall oder Reparatur
- nur interne Arbeitszeit
Externe Preise: Richtwerte aus veröffentlichten Preisangaben. Kurspreise: reguläre Preise pro Teilnehmer.
Weitere Rechenbeispiele und alle Details zu den externen Preisen finden Sie im Kostenvergleich zur UVV-Prüfung Stapler.
Online-Kurs oder Präsenzseminar?
Die Qualifikation für die Prüfung von Flurförderzeugen gibt es auch als Präsenzseminar, oft mit Übungen am Fahrzeug. Welches Format passt, hängt vor allem von Ihrer Werkstatterfahrung ab:
| Kriterium | Online-Kurs | Präsenzseminar |
|---|---|---|
| Preis | 525 € | häufig deutlich höher, zzgl. Reisekosten |
| Zeitaufwand | ca. 3 Stunden, frei einteilbar | 1 bis 3 volle Tage |
| Start | sofort | feste Termine, oft Wochen im Voraus |
| Arbeitsausfall | kaum, Lernen nebenbei möglich | ganze Arbeitstage |
| Praxis | keine Übungen an echten Fahrzeugen | teilweise Übungen am Stapler |
| Nachschlagen | 52 Wochen Zugang zu den Unterlagen | Seminarunterlagen |
Beide Wege führen zur selben Fachkunde, entscheidend ist, was Sie bereits mitbringen. Für die Beauftragung durch Ihren Arbeitgeber spielt das Format keine Rolle. Wer als Mechatroniker oder Instandhalter täglich an Flurförderzeugen arbeitet, bringt die Praxis mit und braucht vor allem das systematische Prüfwissen, dafür ist der Online-Kurs ideal. Wer nur selten an Staplern schraubt, profitiert eher von Übungen am Fahrzeug. Ob ein Online-Kurs anerkannt wird, erklären wir unter Ist eine Online-Schulung anerkannt?
Über Junge Kranausbildung
Der Kurs wird von Junge Kranausbildung aus Gummersbach angeboten. Gegründet wurde das Unternehmen 2016 von Dominik Junge, einem erfahrenen freiberuflichen Dozenten für Arbeitssicherheit. Flurförderzeuge sind einer unserer Schwerpunkte: Junge Kranausbildung bildet Staplerfahrer aus, bietet Zusatzqualifikationen für Schubmast-, Schmalgang- und Teleskopstapler an und schult zur jährlichen Unterweisung. Die Prüferqualifikation rundet dieses Angebot ab. Die Schulungen finden online, im Raum Gummersbach oder direkt beim Kunden statt.
Der Kurs vermittelt die Prüfkriterien der FEM 4.004 übersichtlich, ist deutlich günstiger als ein mehrtägiges Seminar und kann sofort gestartet werden. Bei Fragen zum Kurs erreichen Sie uns während der Geschäftszeiten per E-Mail oder Telefon.
[Platzhalter: Kundenbewertungen, nur mit schriftlicher Freigabe der Kunden einbinden]
Häufige Fragen zum Kurs
Bin ich nach dem Kurs automatisch befähigte Person?
Nicht automatisch. Der Kurs vermittelt die Fachkunde für die Prüfung von Flurförderzeugen, also Regelwerke, Prüfkriterien und Dokumentation. Befähigte Person sind Sie zusammen mit einer passenden Berufsausbildung, praktischer Erfahrung mit Staplern und Hubwagen, einer aktuellen Tätigkeit in diesem Bereich und der schriftlichen Beauftragung durch Ihren Arbeitgeber. Erfüllen Sie diese Punkte, können Sie die Prüfungen im Betrieb selbst übernehmen.
Reicht der Staplerschein als Voraussetzung?
Nein. Der Staplerschein nach DGUV Grundsatz 308-001 berechtigt zum Fahren, nicht zum Prüfen. Für die UVV-Prüfung braucht es eine technische Berufsausbildung, Erfahrung mit der Technik von Flurförderzeugen und eine aktuelle Tätigkeit in diesem Bereich. Ein erfahrener Staplerfahrer mit technischem Beruf kann die Qualifikation aber durchaus zusätzlich erwerben. Der Kurs baut genau auf diesem technischen Hintergrund auf.
Darf ich danach auch Hubwagen und Kommissionierer prüfen?
Ja. Der Kurs behandelt Flurförderzeuge allgemein, also neben Gabelstaplern auch Elektro-Hubwagen, Handhubwagen, Schubmaststapler und Geräte mit hebbarem Fahrerplatz wie Kommissionierer. Anbaugeräte wie Klammern oder Seitenschieber gehören ebenfalls dazu. Teleskopstapler und Sonderfahrzeuge sollten Sie anhand der Herstellerangaben gesondert betrachten. Für alle genannten Geräte gilt dieselbe Pflicht zur jährlichen Prüfung nach DGUV Vorschrift 68, einschließlich der Dokumentation.
Wie lange dauert der Kurs?
Die reine Lernzeit liegt bei etwa drei Stunden. Sie können den Kurs an einem Stück durcharbeiten oder aufteilen, zum Beispiel an zwei ruhigen Abenden. Der Zugang zu allen Unterlagen bleibt 52 Wochen bestehen, sodass Sie auch nach der Prüfung noch nachschlagen können, etwa vor Ihrer ersten eigenen UVV-Prüfung. Einen Präsenztermin gibt es nicht.
Wie läuft die Abschlussprüfung ab?
Die Prüfung findet online statt und besteht aus 20 Fragen, für die Sie 20 Minuten Zeit haben. Die Fragen orientieren sich an den Baugruppen aus dem Kurs. Einen festen Termin gibt es nicht, Sie legen die Prüfung ab, wenn Sie sich sicher fühlen. Nach bestandener Prüfung erhalten Sie Ihr Zertifikat mit Name, Geburtsdatum und Geburtsort, so wie Sie es bei der Anmeldung angegeben haben.
Was ist die FEM 4.004?
Die FEM 4.004 ist eine Richtlinie der europäischen Vereinigung der Hersteller von Fördertechnik. Sie beschreibt einheitliche Prüfkriterien für die wiederkehrende Prüfung von Flurförderzeugen und ergänzt damit die DGUV Vorschrift 68, die vor allem die Pflicht zur jährlichen Prüfung regelt. In der Praxis arbeiten viele Prüfer mit Checklisten, die auf der FEM 4.004 aufbauen.
Kann mein Arbeitgeber den Kurs bezahlen?
Ja, das ist sogar der Normalfall. Bezahlt wird per Rechnung, die Rechnungsadresse geben Sie bei der Anmeldung an. Soll die Rechnung auf Ihr Unternehmen lauten, klären Sie das am besten kurz mit dem Anbieter. Für Betriebe ist die Weiterbildung in der Regel als Betriebsausgabe absetzbar. Wenn Sie Ihren Chef überzeugen müssen: Schon bei fünf bis sechs Staplern kostet der Prüfdienst jedes Jahr mehr als der Kurs einmalig.
Brauche ich für die Stapler-Prüfung eine Werkstatt?
Eine vollständige Werkstatt ist nicht nötig, aber eine ebene, sichere Prüffläche und Grundwerkzeug sollten vorhanden sein. Für Gabelzinken und Hubketten sind Messlehren sinnvoll, für die Funktionsprüfung eine Prüflast. Stellen Sie Mängel fest, die repariert werden müssen, kann das auch ein Servicepartner übernehmen. Die Prüfplakette vergeben Sie erst, wenn alle Mängel beseitigt sind.